Pädagogik

In der virtuellen Welt haben unsere Bewohner viele Erfolge erzielt, Strategien entwickelt und Kontakte aufgebaut. Diese Entwicklung führt dazu, dass erlerntes Verhalten in Vergessenheit gerät, Entwicklungsschritte nicht vollständig ausreifen konnten und ein Rückzug aus der realen Welt stattfindet. In unserem intensiv betreuten Setting lernen sie wieder den Anforderungen der Gesellschaft standzuhalten und dort ihren eigenen Platz zu finden.

Hierfür benötigen sie viele Hilfestellungen im Alltag und Möglichkeiten der Reflektion. Oft fehlt selbst ein geregelter Tag- Nachtrhythmus. Zur Stabilisierung bauen wir zunächst gemeinsam mit dem Bewohner eine interne Tagesstruktur auf.

Ziel hierbei ist die Integration in Schule oder Beruf, die wir durch einen engen Kontakt zu Lehrern oder Arbeitgebern fördern.

Um Interessen zu wecken und das Körpergefühl sowie die Koordination der Jugendlichen wieder zu entwickeln, bieten wir sowohl erlebnispädagogische Einheiten, eine Begleitung zu Freizeitangeboten, als auch ein internes Sportangebot an. Der Verselbständigungsprozess wird durch gemeinsames Kochen mit den Bewohnern, gemeinsames Einkaufen, Unterstützung bei der Reinigung der Kleidung oder der Gemeinschaftsräume und Hilfe beim Umgang mit dem eigenen Geld gefördert.

Kompetenzphase

 
In der Kompetenzphase haben die Jugendlichen gelernt, ihren wechselhaften Medienanspruch zu kontrollieren. Um zu testen, inwiefern die Jugendlichen ihr Medienverhalten im Griff haben, gibt es unangekündigte Testphasen, in denen ihnen unerwartet viel oder sehr wenig Medienkontingent zur Verfügung steht.

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Monitoring

 
Zu Beginn des Programms steht ein ausführliches Monitoring. Dazu gehören therapeutische Termine und verpflichtende Aktivitäten für die Jugendlichen. In diesen 14 Tagen haben sie mit 8,5 Stunden ein recht hohes Medienkontingent zur Verfügung.

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Stufe 3

 
In Stufe 3 kontrollieren die Teilnehmer ihren Medienkonsum bereits selbst. Ein Kontingent von fünf Stunden ist möglich. Die Bewohner haben bereits ein Verständnis für die eigenen Schwierigkeiten erlangt und mit uns Strategien zur Problemlösung entwickelt.

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Stufe 2

 
In Stufe 2 arbeiten wir mit einem höheren Kontingent. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Jugendliche Mediennutzung in einen strukturierten Tagesablauf einplanen kann. Die Bewohner gehen zu diesem Zeitpunkt bereits einer außenorientierten Tagestruktur nach.

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Stufe 1

In Stufe 1 zeigen wir den Bewohnern auf, wie sie ihren Tag strukturieren und alternative Freizeitaktivitäten finden können. Wichtig ist, dass sie lernen, sich im gemeinsamen Leben gegenseitig zu unterstützen. Hier führen wir die Bewohner an außenorientierte Strukturen heran, wie Schule, Praktika oder Ausbildung. Das Medienkontingent wird auf eine Stunde täglich begrenzt.

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