Stufenmodell

Elektronische Medien sind an vielen Stellen Teil unseres Alltags. Es muss also unser Ziel sein, den Jugendlichen einen kompetenten Umgang mit ihnen beizubringen, so dass sie risikobehaftete Inhalte selbst einschätzen können. Wir haben dazu ein Stufenmodell entwickelt in dem wir ihren Umgang mit Medien regeln, sie therapeutisch begleiten und in dem sie Medienkompetenz erwerben.

So sollen sich die Bewohner einzel- und gruppentherapeutisch mit dem Problem auseinandersetzen, lebenspraktische Fähigkeiten erwerben und sich in eine externe Tagesstrukturen integrieren. Alle Bewohner lernen im begleitenden Medienkompetenztraining, welche Inhalte für sie kritisch und welche bedenkenlos oder gar nützlich sind und erarbeiten wie sie virtuell erlebte Gefühle in der Realität erleben können.

Kompetenzphase

 
In der Kompetenzphase haben die Jugendlichen gelernt, ihren wechselhaften Medienanspruch zu kontrollieren. Um zu testen, inwiefern die Jugendlichen ihr Medienverhalten im Griff haben, gibt es unangekündigte Testphasen, in denen ihnen unerwartet viel oder sehr wenig Medienkontingent zur Verfügung steht.

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Monitoring

 
Zu Beginn des Programms steht ein ausführliches Monitoring. Dazu gehören therapeutische Termine und verpflichtende Aktivitäten für die Jugendlichen. In diesen 14 Tagen haben sie mit 8,5 Stunden ein recht hohes Medienkontingent zur Verfügung.

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Stufe 3

 
In Stufe 3 kontrollieren die Teilnehmer ihren Medienkonsum bereits selbst. Ein Kontingent von fünf Stunden ist möglich. Die Bewohner haben bereits ein Verständnis für die eigenen Schwierigkeiten erlangt und mit uns Strategien zur Problemlösung entwickelt.

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Stufe 2

 
In Stufe 2 arbeiten wir mit einem höheren Kontingent. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Jugendliche Mediennutzung in einen strukturierten Tagesablauf einplanen kann. Die Bewohner gehen zu diesem Zeitpunkt bereits einer außenorientierten Tagestruktur nach.

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Stufe 1

In Stufe 1 zeigen wir den Bewohnern auf, wie sie ihren Tag strukturieren und alternative Freizeitaktivitäten finden können. Wichtig ist, dass sie lernen, sich im gemeinsamen Leben gegenseitig zu unterstützen. Hier führen wir die Bewohner an außenorientierte Strukturen heran, wie Schule, Praktika oder Ausbildung. Das Medienkontingent wird auf eine Stunde täglich begrenzt.

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