Therapie & Medienkompetenztraining

Unser Ziel ist es, dass die Bewohner wieder einen gesunden und angemessenen Umgang mit Medien erlernen und den Anforderungen des täglichen Lebens gerecht werden können. In unserer Einrichtung arbeiten wir mit wöchentlichen Einzelgesprächen, festen Gruppentherapieterminen sowie einem regelmäßigen gezielten Medienkompetenztraining. Hierbei bedienen wir uns an Elementen der systemischen Familientherapie, sowie der Verhaltenstherapie. Wir möchten die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im virtuellen Raum abholen und sie wieder an die Realität heranführen.

Wir unterstützen unsere Bewohner dabei, einen Bezug zwischen ihren individuellen Schwierigkeiten und ihrem Medienverhalten herstellen zu können. Unser Medien­kompetenztraining ermöglicht es, das Medienverhalten zu observieren und nützliche, neutrale und riskante Medieninhalte aufzuzeigen.

Gemeinsam mit den Bewohnern erarbeiten wir u.a. die individuelle Funktion bestimmter virtueller Charaktere und deren Eigenschaften. Zudem trainieren wir bei den regelmäßigen Gruppentherapieterminen, bestimmte virtuell vorhandene Fähigkeiten und Erfolge ins Reale zu übertragen, um Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit und soziale Kompetenzen für den Alltag aufzubauen.

So können unsere Bewohner ein realistisches und individuelles Kompetenzmodell in Bezug auf ihre Medien entwickeln, um virtuelle wie auch reale Bestandteile des Lebens in gesunden Einklang bringen zu können. Zudem finden gemeinsame Gespräche mit familiären Bezugspersonen statt, so dass vorhandene Konflikte bearbeitet und ausgeräumt werden können.

Kompetenzphase

 
In der Kompetenzphase haben die Jugendlichen gelernt, ihren wechselhaften Medienanspruch zu kontrollieren. Um zu testen, inwiefern die Jugendlichen ihr Medienverhalten im Griff haben, gibt es unangekündigte Testphasen, in denen ihnen unerwartet viel oder sehr wenig Medienkontingent zur Verfügung steht.

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Monitoring

 
Zu Beginn des Programms steht ein ausführliches Monitoring. Dazu gehören therapeutische Termine und verpflichtende Aktivitäten für die Jugendlichen. In diesen 14 Tagen haben sie mit 8,5 Stunden ein recht hohes Medienkontingent zur Verfügung.

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Stufe 3

 
In Stufe 3 kontrollieren die Teilnehmer ihren Medienkonsum bereits selbst. Ein Kontingent von fünf Stunden ist möglich. Die Bewohner haben bereits ein Verständnis für die eigenen Schwierigkeiten erlangt und mit uns Strategien zur Problemlösung entwickelt.

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Stufe 2

 
In Stufe 2 arbeiten wir mit einem höheren Kontingent. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Jugendliche Mediennutzung in einen strukturierten Tagesablauf einplanen kann. Die Bewohner gehen zu diesem Zeitpunkt bereits einer außenorientierten Tagestruktur nach.

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Stufe 1

In Stufe 1 zeigen wir den Bewohnern auf, wie sie ihren Tag strukturieren und alternative Freizeitaktivitäten finden können. Wichtig ist, dass sie lernen, sich im gemeinsamen Leben gegenseitig zu unterstützen. Hier führen wir die Bewohner an außenorientierte Strukturen heran, wie Schule, Praktika oder Ausbildung. Das Medienkontingent wird auf eine Stunde täglich begrenzt.

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