Über uns

In der Facheinrichtung Auxilium Reloaded helfen wir Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit riskantem Medienkonsum. Dabei steht der Erwerb von Medienkompetenz statt Abstinenz im Vordergrund.

Der wahre Beruf des Menschen ist zu sich selbst zu kommen.

HERMANN HESSE

Gerade das Internet bietet Heranwachsenden, die ihre eigene Position noch nicht gefestigt haben, eine Welt, in der die steigenden Anforderungen oder Probleme des Alltags nicht gelten. Anders als im wirklichen Leben scheinen die Konsequenzen des eigenen Handelns in der virtuellen Welt geringer zu sein. 

Ein Scheitern im Spiel ist halb so schlimm, da man einfach am zuletzt gespeicherten Punkt erneut wieder spielen kann. Im echten Leben gibt es aber keine Reset-Taste.

So birgt die virtuelle Welt die Gefahr, dass junge Menschen sich in ihr verlieren. Es fällt ihnen zunehmend schwer, eine Balance zwischen dem, was sie online tun und den Anforderungen ihres realen Lebens zu finden. Was dann folgt sind Unsicherheit, Isolation und oft auch psychische Störungen oder Drogenkonsum.

Unsere Aufgabe ist es, jungen Menschen den Wiedereinstieg in die Gesellschaft zu ermöglichen und sie beim Erwerb von Medienkompetenz zu unterstützen. Weiter erarbeiten wir therapeutisch und pädagogisch mit den Betroffenen Strategien, um mit den einhergehenden Störungen so umgehen zu können, dass sie im Alltag möglichst keine Rolle mehr spielen.

Kompetenzphase

 
In der Kompetenzphase haben die Jugendlichen gelernt, ihren wechselhaften Medienanspruch zu kontrollieren. Um zu testen, inwiefern die Jugendlichen ihr Medienverhalten im Griff haben, gibt es unangekündigte Testphasen, in denen ihnen unerwartet viel oder sehr wenig Medienkontingent zur Verfügung steht.

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Monitoring

 
Zu Beginn des Programms steht ein ausführliches Monitoring. Dazu gehören therapeutische Termine und verpflichtende Aktivitäten für die Jugendlichen. In diesen 14 Tagen haben sie mit 8,5 Stunden ein recht hohes Medienkontingent zur Verfügung.

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Stufe 3

 
In Stufe 3 kontrollieren die Teilnehmer ihren Medienkonsum bereits selbst. Ein Kontingent von fünf Stunden ist möglich. Die Bewohner haben bereits ein Verständnis für die eigenen Schwierigkeiten erlangt und mit uns Strategien zur Problemlösung entwickelt.

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Stufe 2

 
In Stufe 2 arbeiten wir mit einem höheren Kontingent. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Jugendliche Mediennutzung in einen strukturierten Tagesablauf einplanen kann. Die Bewohner gehen zu diesem Zeitpunkt bereits einer außenorientierten Tagestruktur nach.

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Stufe 1

In Stufe 1 zeigen wir den Bewohnern auf, wie sie ihren Tag strukturieren und alternative Freizeitaktivitäten finden können. Wichtig ist, dass sie lernen, sich im gemeinsamen Leben gegenseitig zu unterstützen. Hier führen wir die Bewohner an außenorientierte Strukturen heran, wie Schule, Praktika oder Ausbildung. Das Medienkontingent wird auf eine Stunde täglich begrenzt.

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